Sony Xperia M5 Aqua im Test

Ich stand aus diversen Gründen mal wieder vor dem Dilemma, mir ein neues Handy suchen zu müssen. Die üblichen Jahr 2017 Probleme also…
Sollte es wieder ein High-End Smartphone oder ein Mittelklasse-Modell werden?

Nach den letzten Ausflügen in die High-End Klasse muss ich sagen, dass es heutzutage, wo diese Dinger nun mal einfach schnell runterfallen können – oder auch sonstwas, Unverschuldetes sein kann – einfach nicht mehr tragbar ist, mehr als 500 Euro zu investieren (die dann evtl. verpufft sind).

Ich habe mich deshalb für folgende Rahmenedingungen entschieden:
Es dufte gerne ein schon ein wenig älteres Modell sein, was aber auf jeden Fall eine gute Kamera, einen halbwegs aktuellen Prozessor und – ganz wichtig – mind. 3 GB RAM bieten sollte und dabei nicht teuer sein sollte.

Als Bonus hatte ich mir noch Wasserdichtigkeit gewünscht, da ich mit einer wasserdichten Hülle in Kombination mit einem „normalen“ Smartphone gerade negatie Erfahrungen machen musste :/
Und dabei blieb eigentlich nur das M5 von Sony übrig.

Falls nun jemand ähnliche Überlegungen hat bzw. hatte, hier ein paar gute und schlechte Seiten des „Telefons“.

 

Sony-Xperia-M5 von der Seite

 

Daten & Fakten

Das Xperia M5 läuft mit Android 6 MarshmallowMarkt-Release: Anfang 2016
UVP: 400 Euro – Jetziger (Neu-)Preis: ca. 220 Euro
OS: Android 6.0 (Marshmallow) (via Update)
Verfügbare Farben: Gold, Weiß, Schwarz
CPU: Helio X10 von MediaTek; acht Kerne bei einer Taktung von 2 GHz (64-bit MediaTek Helio X10 Octa-core)
RAM: 3 GB
5″ IPS Bildschirm mit Full HD 1080p (1920×1080 Pixel, ~441 ppi/dpi pixel density) Auflösung und Mobile BRAVIA® Engine 2
Haupt-Kamera: 21.5 Megapixel Exmor RS™ for mobile Sensor, Hybrid Autofocus
4K Videoaufnahme möglich
Front- bzw. Selfie-Kamera 13 MP Exmor RS Autofocus
Abmessungen & Gewicht: 145 x 72 x 7.6 mm, 143 Gramm
MicroSD™ Karten mit bis zu 200 GB
Eingeschränkt Staub- und wasserdicht nach IP65/68 (Schmutz mit fließendem Wasser vom Smartphone abzuspülen sowie das Gerät bei Regen zu verwenden sind erlaubt. Aber: Kein vollständige Eintauchen unter Wasser oder „ähnliche Flüssigkeiten“!)
Restliche Daten: www.sonymobile.com/global-en/products/phones/xperia-m5/

Vorteile

internal-memory-speed - Geschwindigkeit des internen Speichers

Dedizierte Kamera-Taste (wie bei Sony üblich). Wieso hat das nicht jedes Phone?
Love it.

3 GB RAM für diesen (heutigen Preis) ist unschlagbar.

Viel Leistung für’s Geld.

Semi-Wasserdichtigkeit.

Endlich ist der Micro-USB-Connector unten, d.h. man kann es in einen ganz normalen Desk-Stand packen.

Jede Menge Zubehör verfügbar, von der Gummihülle bis zum Schreibtischhalter oder passenden Display-Schutzfolien.

Insgesamt schnelles und gutes Smartphone.

 

Nachteile

Kein Gyro-Sensor enthalten.
Kein gyroskopischer SensorMan kann ja nicht auf alles achten, aber darüber hätte ich einfach nicht mehr nachgedacht beim Kauf eines modernen Smartphones – für mich war das normal. Leider kann man das Handy mangels dieses Sensors allerdings auch nicht für Google CardBoard oder andere VR-Tricks verwenden – sehr schade :/

Immer mit ein Kaufargument für mich: Eine gute Kamera.
Und da dachte ich, ich kann mich auf Sony verlassen. Leider – in Maßen – denkste:
Der Autofokus der ansonsten guten Kamera hat auch schon bei ganz leicht schlechten Lichtverhältnissen EXTREME Probleme, scharf zu stellen. Blöd bei Schnappschüssen (wo man es evtl. gar nicht merkt), noch nerviger wird’s bei Photos die man mit ruhiger Hand machen möchte und 5 mal wiederholen muss *argh*.
Zudem ist man es eigentlich gewohnt, mittels Touch-Fokus den Punkt des Bildes festzulegen, der für die Schärfe herangezogen werden soll. Leider Pustekuchen. Irgendwie sinnlos, da was festzulegen. Man denke an eine Blume mit Halm oder einen Finger, den man fokussiert – das interessiert die Kamera leider nahezu überhaupt nicht.
Sowas hab ich noch nicht erlebt. Sony, was hast Du da nur versemmelt :/

Kleinigkeiten, aber ich verstehe sie nicht:
Der Timer-Sound ist nicht festlegbar. Beim Zeit-Herunterzählen, z. B. zum Eierkochen, muss man sich leider auf den Standard-Ton verlassen.

 

Leicht nervige Dinge bzw. Abhilfe dazu (Tipps & Tricks)

Sony-Xperia-M5 Back

USB OTG (on the go) wird zwar untertützt, aber leider nicht automatisch. Man muss im Einstellungs-Menü, Verbindungen, auf USB Gerät vervbinden klicken, damit das Handy ein OTG-Kabel oder einen OTG-Cardreader oder USB-Stick erkennen kann. Danach hat man aber auch wie gewohnt Zugriff auf das verbundene Medium, z. B. durch Solid Explorer (Dateimanager).

 

Sehr helles Display. Nachts leider nicht von Vorteil. Selbst die eigentlich gute Twilight-App schafft hier nicht unbedingt das Maß an Abdunklung, was ich von anderen Telefonen gewohnt bin. Zudem springt bei der geringsten Helligkeitsstufe leider immer wieder der Helligkeitsbalken ein Stück weit nach oben – bisher noch unentdeckt, woran es wirklich liegt. Egal, ob Auto-Modus an ist, oder nicht.
Mit folgenden Settings in Twilight kommt man dennoch ganz gut aus, wenn man nachts seinen Partner nicht stören möchte: Farbtemperatur: 1500k, Intensität ~75 %, Display-Verdunklung: 80 %.
Zusätzlich unter Weitere Einstellungen: Backlight Kontrolle: Min: 1 %, Max ~20 %

 

Nervige Startsounds: Leider meint Sony auch anno 2017 noch, dass Sounds bei der Bootanimation nötig sind. Das Schlimme daran: nicht abschaltbar. Leider greift auch die von Tools wie z. B. Android Assistant angebotene Funktion des Start- und Runterfahr-Mutings nicht.

 

Fazit (TL;DR;)

Eingeschränkte Kaufempfehlung, aber rundherum gesehen für den heutigen Preis absolut gutes Smartphone.

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