Was an Windows 7 nervt

Hier mal eine kleine Auflistung an nervigen und unnötig umständlichen Dingen, die unter Windows 7 (64 Bit) im Alltag auftreten.

– Ich fasse es nicht: Keine MP3-Datei aus meinem Standard USER/USERNAM/DOWNLOADS-Ordner lässt sich direkt auf Winamp oder dessen Playlist-Editor ziehen! *wtf*?


– Wenn man das Startmenü etwas aufgeräumt und ohne Firlefanz haben will, hat man schlechte Karten. Man bekommt nicht gleich alle (sortierten) Ordner aufgelistet sondern muss nochmal extra auf „Alle Programme“ klicken. *annoyedLook*

(Der Menü-Bereich in den Bildern wurde künstlich verkleinert)

Hier gibt es aber für alle Oldschooler noch eine umfangreiche Anleitung zur Abhilfe:

https://www.chip.de/news/Windows-7-Startmenue-Mit-wenigen-Klicks-entnerven_45664415.html

– Wenn man Archive entpackt oder Dateien in einen Ordner kopiert, ordnet Windows 7 sekündlich die Dateien neu an. Ich mag das überhaupt nicht. Früher konnte man die zuletzt hinzugekommenen Dateien leicht erkennen/auseinanderhalten. Diese Zeiten sind nun vorbei :(

– Auch meint Windows nun, wirklich immer die Ordner-Ansichten je nach Inhalt (Media-Dateien usw.) anpassen zu müssen. Ich habe nun mal überhaupt keine Lust, meinen auf LISTEnansicht festgelegten Standard ständig neu einstellen zu müssen, sobald sich MP3s, Bilder oder Videos in einem Ordner befinden :(
Es soll hierfür eine Abhilfe (aus Vista-Zeiten) geben, diese funktioniert aber nicht.

– Man kann nicht mehr direkt von einem Programm eine Verknüpfung ins nebenher geöffnete Startmenü (im Windows Explorer) ziehen. Man muss es dann vom Desktop aus dort hin verschieben… (User-Berechtigungen)

– Wenn man Programmfenster ausserhalb des Screens schieben will, geht das nun nicht mehr. Sprich, ich brauche gerade woanders Platz und von einem Fenster benötige ich gerade nur die Hälfte sichtbar, dann rückt Windows nun das Fenster immer wieder am Rand aus und man kann nichts dagegen unternehmen.

– Die ständigen „OOOOOOOOh, geschützter Ordner (z. B. Startmenü), wirklich wirklich wirklich fortsetzen? OK.“ Meldungen: Damn, die NERVEN.

– Die Widgets oder MiniAnwendungen lassen sich nicht bündig am Rand des Bildschirms platzieren sondern haben immer nach jedem Neustart einen gewissen Mindestabstand. Unnütz und (für mich) extrem nervig.

– Die Statusleiste im Windows Explorer zeigt nicht mehr wie früher viele Informationen platzsparend an, was wirklich absolut nervt. Wenn man jetzt schnell die Dateigröße wissen will und mit „Listen“-Ansicht arbeitet, hat man wirklich ein Problem. Vgl.:

Man muss dann meist auf „Weitere Infos anzeigen“ klicken – wozu der Umweg?

– Windows Defender stellt für mich eines der nervigsten Windows-Programme dar. Nachdem ich es anfangs noch verwendet hatte (mal ausprobieren), benutze ich es nun nicht mehr. Dennoch kann ich es nicht deinstallieren und erhalte JEDEN Neustart die tolle Meldung, dass Win Defender deaktiviert sei und ich die Meldung schliessen müsste… Der Dienst ist schon deaktiviert, mehr kann ich nicht machen. Sucks.

– Manchmal verbindet sich das WLAN nicht automatisch. Es ist hier wirklich die Frage, warum nur manchmal nicht. Wenn man die verfügbaren Verbindungen auswählt und dann Verbinden klickt, funktioniert es ja auch. Was soll das ganze also?

– Manche Programme müssen in einem Kompatibilitäts-Modus gestartet werden. Hierbei wird ein Dialogfeld angezeigt, dass das Programm Änderungen am Computer vornehmen möchte und man kann ja oder nein klicken. Wohlgemerkt, klicken. Denn J oder N wie gewöhnlich bei Schaltflächen klappt hier leider nicht und man muss wirklich die Maus bewegen. Auch Tab und Leertaste geht nicht. Unglaublich nervig.

– Plugins zum Speichern des Desktop-Icon-Layouts greifen hier leider nicht, und immer noch gibt es auch unter Windows 7 leider den Fall, dass die Icons durcheinandergeraten. Abhilfe wäre sehr von Nutzen.

– Beim Umbenennen von sagen wir mal mehreren Musikordnern/Dateien, die noch falsch benannt sind, wird jedes Mal zum neuen Dateinamen hingescrollt, die Ansicht sozusagen automatisch neu sortiert. Hierbei muss man dann zum alten Ordner, der evtl. ganz vorn im Alphabet war, hinscrollen und wieder von vorne anfangen. Beim Einfügen von „Various Artists – “ vor mehrere Musikordner kann das mitunter SEHR nerven.

– Beim Einfügen von Dateien in einen Ordner werden sie sofort in der Ansicht einsortiert und – was das Schlimmste ist – die Markierung dabei entfernt. (Früher war es so, dass diese Dateien noch markiert waren im Explorer. Man kann also nicht mehr genau sehen, welche Dateien gerade dazugekommen sind.

– Die Berechtigungs-Scheisse bei Windows 7 geht mir gehörig gegen den Strich. Man ist mit externen Datenträgern, die mit einem alten XP oder sonstwelchen OSses beschrieben wurden, die ganze Zeit nur am Fluchen. Man kann Ordner nur in den seltensten Fällen irgendo anders hin verschieben und alles erfordert eine Administrator-Bestätigung. Das hält im Prinzip einfach den ganzen Betrieb auf und mindert die Laune auf Keller-Niveau. Der rechte Mausklick fördert zwar eine TAKE OWNERSHIP genannte Funktion zutage, die ebenfalls kurz einen Admin-Prompt sowie ein Command-Window aufpoppen lässt, bringen tut das ganze aber rein gar nichts. Eine erweiterte Behandlung mittels dem Tab Eigenschaften und Sicherheit bringt manchmal (!) änderbare Berechtigungsstufen (Jeder, Administratoren, etc., Vollzugriff, Lesen, Schreiben etc.) hervor, wenn aber alles ausgegraut ist weiß man auch nicht weiter. Toll!
Toll auch, dass das Setzen der Berechtigung auf Vollzugriff für das gesamte Laufwerk ebenfalls nicht funktioniert.

Mein Fazit von Windows 7 bleibt: Arbeiten möchte ich damit nicht müssen und privat verschaffen mir die 64Bit zwar Geschwindigkeitsvorteile, aber auch sehr viele Probleme und Schwierigkeiten. Was mir am meisten fehlt sind TweakUI und der alte Windows Explorer.

5 Responses to “Was an Windows 7 nervt

  • Bei mir stürzt der Explorer auch so ca. jeden 2.Tag einmal, aber er reisst die anderen offenen Explorer nicht mit. Dabei gibt es 2 Fälle:

    – Anlegen eines neuen Verzeichnisses: Der Explorer hängt sich für ca. 2 min auf, danach geht es normal weiter (falls man die Nerven hatte, solange zu warten)

    – Kopieren grösserer Dateien (mit Absturz der betreffenden Explorer-Instanz)

  • Indeed. Ich habe noch etliche weitere Dinge auf Lager, aber noch keine Zeit gehabt, sie hier aufzulisten. Aber das Explorer-Scrolling ist mit das Schzlimmste. Und dass der Explorer andauernd abstürzt und (trotz Einschaltens „eigener Explorer-Prozesse für jedes Fenster“) alle Fenster mit sich hinab reisst…

  • Liebe leidende Win7-Nutzer, ich habe in mühevoller Kleinarbeit viele Neuerungen von Win7 entfernt, aber es bleiben immer noch genügend übrig, um sich jeden Tag zu ärgern. 2 Beispiele:

    1. Man klickt im Explorer im linken Teil ein Verzeichnis an (um es zu öffnen) und sofort verschwindet die Anzeige an den unteren Rand. Also klickt man auf den Scrollbalken und holt die Anzeige wieder in sichtbaren Bereich um das nächste Unterverzeichnis anzuklicken usw.

    2. Ich hatte mir eine kleine verschlüsselte Datei von 12 MB angelegt und einige Daten darin gespeichert ca. 1,5 MB. Es müssten also noch über 10 MB frei sein. Nein, diese 10 MB nutzt Win7 als Papierkorb und man kann es nicht durch Dateien sofort löschen o.ä. verhindern.

    3. Man kann über USB externe LW oder Sticks anschliessen. Wenn man die LW nicht benutzt (Kaffeepause) hört man nach einiger Zeit ein regelmässiges Klicken, weil Win7 aus unerfindlichen Gründen ständig (im Minutenrythmus darauf zugreift. Indexierung habe ich generell abgeschaltet, ReadyBoost ist es auch nicht. Dadurch reduziert sich die Lebensdauer der LW. Bei den Sticks ist es noch schlimmer: man hört die Zugriffe nicht, aber die Zahl der Lesevorgänge ist deutlich geringer. Sie werden also noch schneller zerstört.

    4. Der neue Suchalgorithmus ist eine Katastrophe, da die Suche nach regulären Ausdrücken entfallen ist.

    5. Die neue Sortierung nervt, z.B. wird 012 nicht vor 1 eingeordnet, sondern nach 10. Bindestrich wird nicht beachtet usw.

    Viele Grüsse
    DB

  • Stümmt, wobei das Verhalten jetzt gerade anders ist, als damals als mich das genervt hat.

  • – Wenn man Programmfenster ausserhalb des Screens schieben will, geht das nun nicht mehr. Sprich, ich brauche gerade woanders Platz und von einem Fenster benötige ich gerade nur die Hälfte sichtbar, dann rückt Windows nun das Fenster immer wieder am Rand aus und man kann nichts dagegen unternehmen.

    Die Fuktion ist an die Mouse-Position gekoppelt, nicht an das Fenster selbst. Du nimmst das Fenster in der rechten Ecke und ziehst es aus dem Bildschrimbereich raus, stoppst aber bevor die Mouse den Bildschirmrand berührt.

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