Reolink Argus 2 akkubetriebene Webcam (inkl. Solarpanel) im Test – Vor- und Nachteile

Überwachungskamera Argus 2 + Solarpanel, 1080p kabellose WLAN IP Kamera mit wiederaufladbarer Batterie, 2-Wege-Audio und SD Kartenslot für den Draussenbereich

Reolink-Argus-2-mit-Akku-und-Solarpanel

Alles in allem ein sehr wertiges Produkt.

Für unseren Einsatzzweck leider im Endeffekt doch nicht brauchbar, aber durchaus clevere Features und natürlich die Unabhängigkeit von jeglichen Kabeln ist einfach unschlagbar.

Vorteile:

– App und PC-Client verfügbar.

– Per Solarpanel und Akku nahezu überall verwendbar (wo noch WLAN-Empfang ist, versteht sich).

– Windows-App benötigt keine Admin-Rechte für die Installation, funktioniert also auch in der Arbeit.

– Hardware: Sehr solide und wertig verarbeitet.

– Hardware: Auch in Kombination mit dem Solarpanel: Sehr gutes, gut passendes Zubehör und Materialien.

 

Nachteile:

– Windows-App: Stream läuft eine Weile, dann kommt eine Meldung, dass man in 10 Sekunden auto-ausgeloggt wird :/

– Windows-App: Fenstergröße nicht manuell veränderbar, nur ein paar ausgewählte Auflösungen sind möglich. Man kann das Fenster mit dem Videobild also nicht einfach irgendwo klein in eine Ecke des Bildschirms schieben. Des Weiteren führen fast alle angebotenen „Auflösungen“ nur zu einem verzerrten/gestreckten Bild.

– Windows-App: Scan im LAN hat die Cam fast nie gefunden, nur die manuelle Eingabe der UID usw. hat geholfen.

– Windows-App: Keine Erläuterung, was diverse Icons bedeuten (bei Mouseover), leider aber nicht alles sofort einleuchtend.

– Windows-App: Es gibt nirgends (oder nur sehr, sehr versteckt) einen Zugriff auf die Akku-Informationen, nur über die Mobile App.

– Keinerlei Autofokus- oder Fokus-Einstellmöglichkeiten.

– Keine Akku-Anzeige via Overlay möglich.

– Die Bildqualität ist „ok“. Nicht weltbewegendes, aber für Preis/Leistung und die gebotenen Features allemal ok.

– Kein IP-Stream per URL abgreifbar (offiziell nicht möglich).

– Da sie nicht für Dauer-Streaming ausgelegt ist, um Strom zu sparen, ist der Preview in bester Qualität auch eher langsam und hinkt immer ein wenig hinterher (nicht flüssig). Das betrifft den sog. „Clear“ Modus. Im „Fluent“ Modus ist die Auflösung dann leider auf 640×360 reduziert, statt Full HD. Allgemein ist die Framerate aber auf 15 FPS max. festgelegt, was andere Tester aber alle auch als ausreichend empfanden.

– Keine FTP-Möglichkeit – das ist neben dem fehlenden Stream fast der massivste Nachteil für mich.

– Hardware: MicroSD-Karte nur sehr schwergängig einsetzbar und ohne Zusatz-Tool kaum so tief ins Gehäuse reinzudrücken, wie nötig, damit sie arretiert ist.

– Die Datei-Benennung der Videos stimmt nicht mit denen der Bilder überein. Beispiel:
Rec_20200416_150523_150_M
01_20200416170910.jpg
Das „Rec_“ sowie das „01_“ davor sollten also besser wegfallen, damit die Bilder und Videos datumsmäßig immer an der gleichen Stelle im Explorer zu finden sind.

– Die Aufnahmen werden wie vorher bekannt nur auf der SD-Card gespeichert. Alle Bilder jedoch kommen nur per E-Mail an, und dabei auch immer nur ein einzelnes. Selbst eine billige Wildkamera schafft es, drei Bilder zu machen und zu speichern.

– Leider legt die Windows-App ungefragt 3 Ordner im Root von C:\ an, u.a. „DownloadFile“. Solches Verhalten ist nicht zeitgemäß und gehört eigentlich auch verboten.

 

Hier muss also jeder selbst abwägen, ob das Produkt für ihn passt.

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